Wahner Heide - Historie, Anekdoten, Lyrik



    Naturschutz und Naherholung
     Naturschutzgebiet "Wahner Heide"

    Belastung durch Kampfmittel
     Ehemaliges militärisches
     Übungsgelände


    Historie, Anekdoten, Lyrik
          "Altenraths Klage"
            Beitrag von Karl.-E. Anhäuser
          Spicher Bleimöps
            Begriffserläuterung
          Militär. Schiessübungen
               in der Wahner Heide

            Praxis zu Beginn des 20. Jhds
          "Heideröslein"
            (Johann Wolfgang v. Goethe)
          "Ein leises Lied,
               ein stilles Lied"

            (Hermann Löns)
          "Der Knabe im Moor"
            (Annette von Droste-Hülshoff)
          Der Krammetsvogel
            Delikatesse aus dem vorl. Jhd.


 

„Altenraths Klage“
Ein Beitrag von Karl.-E. Anhäuser:

Bartholomäus „Bartel“ Giesen ein Wahner Kaufmann, Gastwirt, Kommunalpolitiker und Heimatdichter, veröffentlichte ab 1900 sporadisch seine Gedichte im Porz-Urbacher Volksblatt und dann etwa 1928 im Selbstverlag einen kleinen Gedichtband unter dem Titel „Freut euch des Lebens“.
Den Gedichtband fand ich zufällig in einem Antiquariat. Die Überraschung war groß, als ich feststellte, dass Giesen seine Gedichte auf der vorletzten unbedruckten Seite handschriftlich um ein weiteres Gedicht vermehrt und signiert hatte: Altenrath’s Klage.

Scheinbar hat er dieses Gedicht 1925 verfasst. Es ist in lateinischer Kursive geschrieben, also nicht in „deutscher Schrift“. Meines Wissens ist es bis dato nie veröffentlicht worden.
Das Gedicht bezieht sich auf das Jahr 1915, als der westliche Teil von Altenrath in den Schießplatz Wahn einbezogen wurde. Mehr als 50 Häuser wurden damals abgebrochen und die Bewohner in unmittelbarer Nähe in die neue Siedlung Rambusch umgesiedelt.
Als Giesen 1925 „Altenrath’s Klage“ schrieb, konnte er noch nicht ahnen, dass dieses Gedicht später eine noch größere Bedeutung erlangen sollte:
Ganz Altenrath wurde 1938 geräumt und als „Geister- und Zieldorf“ Schauplatz militärischer Übungen. Alle Einwohner mussten Altenrath verlassen und wurden in Nachbarorte umgesiedelt.
Bartholomäus Giesen
Bartel Giesen wurde 1860 in Schloss Wahn geboren, wo sein Vater Karl Giesen Rentmeister des Freiherrn von Eltz-Rübenach war. Er starb 1951 im Alter von 91 Jahren.
 


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